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VMware vSphere Standard Subscription – Virtualisierung für Unternehmen
Lesezeit ca. 11min.
VMware vSphere Standard: Was Sie über die neue Broadcom-Lizenzierung wissen müssen
VMware vSphere Standard hat sich seit der Übernahme durch Broadcom grundlegend verändert. Alle VMware-Produkte werden mittlerweile ausschließlich als Abonnementlizenzen angeboten, wobei eine Mindestlizenzierung von 16 Cores pro CPU gilt[-3]. Das Portfolio wurde auf vier Hauptangebote reduziert, darunter vSphere Standard und vSphere Foundation. Dieser Leitfaden erklärt insbesondere, was Broadcom VMware vSphere Standard 8 von früheren Versionen unterscheidet, wie sich VMware vSphere Foundation vs Standard verhält und ob VMware vSphere Standard überhaupt noch verfügbar ist.
Was ist VMware vSphere Standard unter Broadcom?
Definition und Positionierung im Portfolio
Broadcom strukturierte das VMware-Portfolio nach der Übernahme auf vier Kernprodukte: vSphere Standard (VVS), vSphere Enterprise Plus, vSphere Foundation (VVF) und Cloud Foundation (VCF). VVS richtet sich dabei an größere kleine und mittlere Unternehmen, die skalierbare Virtualisierungslösungen benötigen. Das Produkt enthält vCenter Server Standard zur zentralisierten Verwaltung sowie ein Essential Support-Paket.
Funktional entspricht die neue vSphere Standard Subscription der früheren vSphere Standard Legacy Edition. Allerdings umfasst die aktuelle Version zusätzlich Storage vMotion und vSphere Replication, Funktionen die unter dem alten Lizenzmodell separat lizenziert werden mussten. Zudem erlaubt vCenter Server die zentrale Verwaltung beliebiger lizenzierter VMware-Infrastrukturen mit aktiver Subscription.
Im Gegensatz zu vSphere Foundation fehlen VVS erweiterte Komponenten wie vSAN, Tanzu Kubernetes Grid oder die Aria Suite. VVS konzentriert sich auf klassische Virtualisierungsszenarien ohne Storage- oder Container-Orchestrierung. Die Lizenzierung erfolgt pro physischem Core mit einer Mindestanforderung von 16 Cores pro Prozessor.
Broadcom VMware vSphere Standard 8: Die aktuelle Version
vSphere Standard bleibt bis einschließlich vSphere 8 Update 3 als eigenständiges Produkt verfügbar. Diese Standalone-SKUs ermöglichen den Betrieb von Virtualisierungsumgebungen, bieten jedoch keinen Zugriff auf vSphere 9-Funktionen. Ab vSphere 9 existieren keine Einzelprodukte mehr, sondern ausschließlich die gebündelten Angebote vSphere Foundation oder Cloud Foundation.
Die aktuelle Hauptversion bietet Neuerungen wie Hot Patching für Updates ohne Neustart, Memory Tiering zur Nutzung von NVMe als RAM-Erweiterung und einen überarbeiteten Setup-Prozess. vSphere 8 Standard unterstützt bis zu 128 vCPUs pro virtueller Maschine und ist kompatibel mit vCenter Server Standard. Zu den enthaltenen Funktionen zählen High Availability, vMotion (inklusive Cross vSwitch), Data Protection, Storage APIs und Content Library.
Einschränkungen betreffen die Fault Tolerance, die auf 2 vCPUs limitiert ist, während Enterprise Plus 8 vCPUs unterstützt. Außerdem fehlen fortgeschrittene Features wie Distributed Resource Scheduler (DRS), VM Encryption, Distributed Switch oder Storage I/O Control.
Unterschied zu früheren VMware-Versionen
Vor der Broadcom-Übernahme existierten mehrere Lizenzmetriken: Prozessoren bei Acceleration Kits, Prozessorkerne bei vSphere+, ganze Hosts bei Essentials Kits und virtuelle Maschinen bei ROBO-Lizenzen. Der physische Prozessorkern bildet nun die entscheidende Metrik für alle Produkte.
Der Verkauf unbefristeter Perpetual-Lizenzen wurde vollständig eingestellt. Erwerb ist ausschließlich im Subscription-Modell mit Laufzeiten von 1, 3 oder 5 Jahren möglich. Jeder physische Core eines Hosts benötigt eine Core-Lizenz, wobei CPUs mit 16 oder weniger Cores dennoch 16 Core-Lizenzen erfordern. Deaktivierte Cores im BIOS müssen ebenfalls lizenziert werden.
Während frühere vSphere Standard-Lizenzen pro CPU erworben wurden, mit einer Beschränkung auf 32 Kerne pro Sockel, zählt jetzt jeder einzelne Core. Credits für den Erwerb sind nicht zulässig, sondern nur reguläre Bestell- und Rechnungsprozesse.
Das neue Core-basierte Lizenzmodell erklärt
Wie die Core-Lizenzierung funktioniert
Die Abrechnung erfolgt nicht mehr pro CPU-Sockel, sondern basiert ausschließlich auf der Anzahl physischer Prozessorkerne. Jeder physische Core eines Hosts benötigt eine Core-Lizenz. Dabei spielt Hyperthreading keine Rolle, da nur physische Cores zählen, nicht virtuelle CPUs.
Broadcom etablierte eine technische Untergrenze: Pro physischer CPU müssen mindestens 16 Cores lizenziert werden. CPUs mit weniger als 16 Kernen werden pauschal mit 16 Cores berechnet, während Prozessoren mit mehr als 16 Kernen nach ihrer tatsächlichen Anzahl lizenziert werden. Diese Regelung ersetzt das frühere Modell, bei dem eine CPU-Lizenz bis zu 32 physische Kerne abdeckte.
Ein wesentlicher Unterschied zur früheren Lizenzierung besteht darin, dass deaktivierte Cores im BIOS ebenfalls lizenziert werden müssen. Die Lizenzmetrik orientiert sich an der Hardware-Kapazität, nicht an der tatsächlichen Nutzung durch das Betriebssystem.
Mindestlizenzierung: 16 Cores pro CPU
Die Mindestlizenzierung beträgt 16 Cores pro CPU. Server mit zwei 8-Core-CPUs müssen beispielsweise mit 32 Cores lizenziert werden. Diese Regelung stellt sicher, dass auch ältere oder kleinere Server-Konfigurationen einem einheitlichen Lizenzierungsstandard unterliegen.
Bezüglich der Mindestabnahmemengen existierten Marktirritationen über eine potenzielle Anhebung auf 72 Cores pro Auftrag. Status quo: Broadcom hat keine generelle Erhöhung der Mindestbestellmenge pro Transaktion eingeführt. Es gilt ausschließlich die technische Lizenzuntergrenze von 16 Cores pro CPU. Berichte über 72-Core-Mindestbestellungen betrafen spezifische regionale Märkte außerhalb der EU und wurden teilweise zurückgenommen.
Praktische Berechnungsbeispiele für verschiedene Server-Konfigurationen
Ein Rechenbeispiel verdeutlicht die Lizenzierung: Server mit unterschiedlichen CPU-Konfigurationen erfordern folgende Core-Lizenzen:
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Server 1: 2 CPUs je 8 Cores = 2 × 16 Cores (Mindestlizenzierung) = 32 Cores
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Server 2: 2 CPUs je 8 Cores = 2 × 16 Cores (Mindestlizenzierung) = 32 Cores
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Server 3: 2 CPUs je 16 Cores = 2 × 16 Cores = 32 Cores
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Server 4: 2 CPUs je 16 Cores = 2 × 16 Cores = 32 Cores
Die Gesamtlizenzierung beträgt 128 VVS Core-Lizenzen für vier Server. Server 1 und 2 haben zwar physisch nur 2 × 8 Cores, werden jedoch aufgrund der Mindestlizenzierung mit 2 × 16 Cores bewertet.
Bei einem Dual-Sockel-Server mit 8-Core-CPUs benötigt ein Unternehmen 32 Core-Lizenzen. Höher konfigurierte Systeme mit beispielsweise 24 Cores pro CPU erfordern 48 Lizenzen pro Dual-Socket-Server. Die genaue Core-Anzahl lässt sich aus den CPU-Spezifikationen des Herstellers entnehmen.
vCenter Server ist jetzt enthalten
vCenter Server ist bei allen vSphere-Lizenzen inkludiert und muss nicht separat bestellt werden. Der vCenter ist kein separates Produkt mehr und kann nicht mehr einzeln erworben werden. Jede Lizenz beinhaltet außerdem Essential Support über die erworbene Laufzeit.
Während früher vCenter Server Standard pro Instanz lizenziert wurde und ESXi-Hosts separat nach Sockeln abgerechnet wurden, vereinfacht das neue Modell die Lizenzierung erheblich. Acceleration Kits, die vCenter Server Standard plus 6 CPU-Lizenzen enthielten, existieren nicht mehr.
VMware vSphere Standard vs Foundation vs Cloud Foundation
VMware vSphere Foundation vs Standard: Hauptunterschiede
Das Broadcom-Portfolio positioniert vSphere Foundation (VVF) als erweiterte Virtualisierungsplattform für mittlere bis große Unternehmen, während vSphere Standard (VVS) grundlegende Virtualisierungsfunktionen für Serverkonsolidierung bereitstellt. VVF entspricht funktional der vSphere Enterprise Plus Edition mit erweitertem Funktionsumfang und enthält zusätzlich vSAN Enterprise sowie die Aria Suite Standard.
VVF beinhaltet vSphere Enterprise Plus, vCenter Server Standard, vSAN Enterprise mit 250 GiB Speicherkapazität pro Core, Tanzu Kubernetes Grid für Kubernetes-Cluster sowie Aria Suite Standard inklusive Aria Operations, Aria Operations for Logs und Aria Suite Lifecycle. Im Gegensatz dazu umfasst VVS ausschließlich vSphere ESXi und vCenter Server Standard ohne zusätzliche Management- oder Storage-Komponenten.
Technisch bietet VVF erweiterte Funktionen wie Distributed Resource Scheduler (DRS), VM Encryption, Distributed Switch, Storage DRS und Support für NVIDIA GRID vGPU. Die Fault Tolerance unterstützt bis zu 8 vCPUs pro fehlertoleranter VM, während VVS lediglich 2 vCPUs erlaubt. Darüber hinaus ermöglicht VVF Cross vCenter vMotion und Cross Long Distance vMotion, Funktionen die bei VVS fehlen.
VMware Cloud Foundation vs vSphere Standard: Wann welche Edition?
VMware Cloud Foundation (VCF) stellt die umfassendste Plattform dar und richtet sich an Enterprise-Umgebungen mit Multi-Cloud- oder Hybrid-Infrastruktur. VCF enthält vSphere 9, NSX 5, Aria Operations, HCX Enterprise sowie nativen Support für Tanzu Kubernetes Grid in großem Maßstab. Die Plattform bietet eine vollständig softwarebasierte Infrastruktur als Infrastructure-as-a-Service (IaaS) für Compute, Network, Storage und Management.
VCF eignet sich besonders für AI/ML-Workloads mit automatisierter Skalierung, Produktions-Kubernetes in großem Maßstab und Umgebungen mit Lifecycle-Automatisierung über den SDDC Manager. NSX bietet softwarebasiertes Routing, virtuelle Firewalls und Load-Balancing, während HCX die unterbrechungsfreie Migration großer Workload-Umgebungen zwischen verschiedenen VMware-Plattformen ermöglicht.
VVS hingegen adressiert Server-Konsolidierungsprojekte, Remote Office- oder Edge-Umgebungen sowie Szenarien ohne Full-Stack-Automatisierung oder NSX-Anforderungen. VVF positioniert sich dazwischen als leichteres Abonnementangebot für Single-Rack-Cluster und kleinere Implementierungen mit integriertem Tanzu für einen einzigen Supervisor-Cluster.
Funktionsvergleich und enthaltene Komponenten
Alle vier Editionen enthalten ESXi Hypervisor, vCenter Server Standard und Production Support. VVF erweitert dies um vSphere Enterprise Plus, vSAN Enterprise, Aria Suite Standard und Tanzu Kubernetes Grid. VCF umfasst zusätzlich SDDC Manager, vSphere with Tanzu, NSX Enterprise Plus, HCX Enterprise sowie Aria Suite Enterprise anstelle der Standard-Variante.
Die vSAN-Kapazität unterscheidet sich erheblich: VVF beinhaltet 250 GiB pro Core, VCF hingegen 1 TiB pro Core. Zusätzliche Speicherkapazität lässt sich über das vSAN Add-on hinzubuchen, wobei die Lizenzierung in 1-TiB-Schritten erfolgt und mindestens 8 TiB pro CPU lizenziert werden müssen.
VMware vSphere 8 Standard License Price: Aktuelle Preise
Die Preisgestaltung für VMware vSphere Standard variiert je nach Vertriebskanal. Diese Preise gelten standardisiert für alle Kunden, unabhängig von Unternehmensgröße oder Branche.
Individuelle Preisverhandlungen sind nur im Rahmen des von Broadcom festgelegten Spielraums möglich. Berichte aus nordamerikanischen Märkten zeigen teils deutlich höhere Preise, wobei Reseller 76,34 CAD pro Core genannt haben.
Die Preise schwanken zwischen verschiedenen Vertriebspartnern, da Broadcom unterschiedlichen Resellern zuweist. Für 96 Cores wurden beispielsweise Angebote zwischen 5.057 USD und 7.328 CAD dokumentiert. Diese Varianz erschwert eine exakte Budgetplanung für Unternehmen.
Subscription-Modell: 1-Jahr, 3-Jahre oder 5-Jahre Laufzeit
Subscriptions laufen grundsätzlich ein Jahr und müssen nach Ablauf verlängert werden. Längere Laufzeiten von drei oder fünf Jahren sind zwar möglich, allerdings nur mit jährlicher Zahlung und ohne Preisbindung seitens Broadcom. Unternehmen verpflichten sich über mehrere Jahre, Broadcom behält sich jedoch das Recht vor, die Preise zu ändern.
Production Support 24x7 ist in allen Subscription-Varianten enthalten. Die fehlende Preisgarantie stellt einen erheblichen Planungsnachteil dar, da Budgets für IT-Infrastruktur typischerweise mehrjährig kalkuliert werden. Kunden tragen damit das Risiko künftiger Preiserhöhungen ohne Kündigungsmöglichkeit bei laufenden Mehrjahresverträgen.
Kostenvergleich: Alte Perpetual-Lizenzen vs neue Subscriptions
Subscriptions auf lange Sicht sind kostspieliger als On-Premises-Lizenzen. Bestandskunden, die Investitionen in VMware-Perpetual-Lizenzen getätigt haben, müssen diese Investitionen abschreiben. SnS-Verlängerungen existieren nicht mehr, statt günstiger Renewals fallen teure Subscriptions an.
Als Alternative bieten spezialisierte Händler gebrauchte VMware-Lizenzen aus früheren Versionen an. Diese perpetual Lizenzen sind laut EuGH vollständig rechtssicher übertragbar und ermöglichen den kostengünstigen Betrieb ohne jährliche Abo-Kosten. Die dauerhaften Lizenzen umfassen vSphere Standard, Enterprise und Enterprise Plus sowie vCenter Server.
Für wen sich vSphere Standard lohnt
vSphere Standard passt perfekt für Handwerksbetriebe, kleine Beratungsunternehmen oder Arztpraxen mit 1 bis 3 Servern. In diesen Fällen werden nur grundlegende Systeme wie Fileserver, Mailserver, Buchhaltungssoftware sowie kleine Datenbanken verwaltet. vSphere Standard sorgt für zuverlässigen Betrieb mit begrenzten Updates und unkomplizierter Administration.
Allerdings berichten Anwender von Verfügbarkeitsproblemen. Broadcom hat vSphere Standard Anfang Oktober 2024 als End-of-Sale angekündigt. Mehrere große Broadcom-Partner bestätigten, dass Verlängerungen kaum noch möglich sind. Die Reseller-Margen liegen unter 2%, sodass wenig Anreiz besteht, das Produkt aktiv zu vertreiben.
Migration und praktische Umsetzung
Umstieg von Legacy-Lizenzen auf vSphere Standard
Der Wechsel von perpetual Lizenzen auf Broadcom VMware vSphere Standard 8 erfolgt rein auf Lizenzebene. Administratoren müssen lediglich die Host-Lizenzschlüssel aktualisieren, gefolgt von der vCenter-Lizenzierung. Eine Neuinstallation oder Neubereitstellung der Infrastruktur entfällt komplett. Laufende virtuelle Maschinen werden durch den Lizenzwechsel nicht beeinträchtigt.
Technisch trennen sich die Hosts kurzzeitig vom vCenter Server, sobald die neuen Standard-Lizenzen zugewiesen werden. Nach der vCenter-Lizenzaktualisierung verbinden sich die ESXi-Hosts automatisch wieder mit der Verwaltungsinstanz. Essentials-Lizenzen können nicht mit einem Non-Essentials-vCenter verbunden werden, sodass während des Umstellungsprozesses eine temporäre Unterbrechung der zentralen Verwaltung auftreten kann.
Legacy-VMware-ESXi-Lizenzen bleiben funktionsfähig, solange der Support and Subscription-Vertrag (SnS) aktiv ist. Allerdings werden keine Updates mehr ausgeliefert, sobald SnS ausläuft. Eine Verlängerung von SnS-Verträgen ist seit der Broadcom-Übernahme nicht mehr möglich. Kombinationen aus perpetual und Subscription-Lizenzen innerhalb einer Umgebung sind technisch zulässig.
Is VMware vSphere Standard still available: Verfügbarkeit und Einschränkungen
Broadcom kündigte vSphere Standard Anfang Oktober 2024 als End-of-Sale an. Mehrere große Broadcom-Partner bestätigten, dass Verlängerungen kaum noch verfügbar sind. Die Reseller-Margen liegen unter 2%, wodurch wenig Anreiz besteht, das Produkt aktiv zu vertreiben. Academic Lizenzen existieren seit dem 5. Februar 2024 nicht mehr. Upgrade-SKUs von perpetual auf Subscription sind aktuell nicht verfügbar.
Support und Wartung: Was Sie beachten müssen
Alle Subscriptions enthalten VMware Production Support rund um die Uhr über E-Mail, Telefon und Remote-Support für bis zu sechs Administratoren. SnS Basic und SnS Production werden nicht mehr angeboten. Legacy-Lizenzen erhalten nach Ablauf der SnS-Laufzeit weder Support noch Upgrades.
vSphere 7.0 erreichte das End of General Support am 2. Oktober 2025. ESXi 7.x, vCenter Server 7.x und vSAN 7.x waren seit dem 2. April 2020 verfügbar und werden nach diesem Datum nicht mehr unterstützt. Kunden müssen auf vSphere 8 migrieren, um weiterhin Sicherheitsupdates zu erhalten.
Alternative Hypervisoren im Vergleich
Laut IDC prüfen 47% der aktuellen VMware-Kunden aktiv Alternativen, während weitere 27% bereits mit Proof-of-Concept-Tests begonnen haben. Microsoft Hyper-V erreicht eine Akzeptanzrate von 48% in Großunternehmen und 29% im Mittelstand. Nutanix AHV weist eine Adoption von 44% im Mittelstand auf. Red Hat OpenShift Virtualization hält einen Marktanteil von 58% im Enterprise- und 31% im mittleren Marktsegment unter Open-Source-Lösungen.
Proxmox VE verzeichnet eine wachsende Präsenz mit einer Akzeptanzrate von 31% bei kostenbewussten Organisationen. Citrix Hypervisor erreicht eine Akzeptanzrate von 75% im mittleren Marktsegment. Scale Computing wird von 3% der mittelständischen Unternehmen eingesetzt.
Die Broadcom-Übernahme hat VMware vSphere Standard grundlegend transformiert. Das neue Core-basierte Lizenzmodell mit 16-Core-Minimum und Subscription-Pflicht bedeutet für viele Unternehmen deutlich höhere Kosten. Gleichzeitig wurde die Verfügbarkeit stark eingeschränkt, sodass vSphere Standard kaum noch erhältlich ist.
Unternehmen sollten ihre aktuelle Infrastruktur sorgfältig analysieren und verschiedene Optionen prüfen. Gebrauchte Perpetual-Lizenzen bieten eine kostengünstige Alternative, während der Umstieg auf vSphere Foundation oder alternative Hypervisoren langfristig sinnvoller sein kann. Die Entscheidung hängt letztendlich vom individuellen Funktionsbedarf und Budget ab. Warten wird die Situation nicht verbessern, da Broadcom seine Produktstrategie konsequent umsetzt.


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