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Neue Mobile-Security-Apps für Android & iOS 2026 – Schutz unterwegs
Lesezeit ca. 16min. Neue Mobile-Security-Apps für Android & iOS 2026 im Test: Gratis-Lösung überrascht
Neue Mobile-Security-Apps für Android & iOS 2026 zeigen im Test ein überraschendes Ergebnis: Eine kostenlose Lösung sichert sich den Testsieg. Tatsächlich erreichen die besten Virenscanner für Android Erkennungsraten zwischen 99 und 100 Prozent bei Malware. Android bleibt als weltweit meistgenutztes mobiles Betriebssystem ein bevorzugtes Ziel für Schadsoftware, weshalb ein zuverlässiger Android Virenscanner unverzichtbar ist. Dieser Artikel vergleicht die beste Antivirus-App für Android kostenlos mit kostenpflichtigen Alternativen, analysiert Testergebnisse unabhängiger Labore und bewertet wichtige Funktionen wie Phishing-Schutz, bei dem die meisten Apps 75 bis 86 Prozent der Versuche blockieren.
Warum Mobile-Security-Apps 2026 unverzichtbar sind
Neue Bedrohungen für Android und iOS
Die Bedrohungslage für mobile Geräte erreichte 2026 einen kritischen Punkt. Über eine Milliarde Android-Smartphones erhalten keine Sicherheitsupdates mehr, da Google den Support für Android 12 und ältere Versionen eingestellt hat. Nur Geräte mit Android 13, 14, 15 oder 16 werden noch mit Sicherheitsfixes versorgt, was laut aktuellen Verteilungszahlen lediglich 58 Prozent aller aktiven Geräte abdeckt. Die verbleibenden 40 Prozent bleiben dauerhaft ungeschützt gegenüber neuen Malware- und Spyware-Angriffen.
Das März-Update 2026 zeigt das Ausmaß der Gefahr. Google schloss 129 Schwachstellen, darunter die kritische Zero-Day-Lücke CVE-2026-21385, die bereits aktiv für gezielte Angriffe genutzt wird. Diese Schwachstelle steckt in einer quelloffenen Display-Komponente von Qualcomm und ermöglicht Angreifern, Speicher zu beschädigen. Darüber hinaus verschlechtert sich die Lage für bestimmte Geräte wie Galaxy S22 und S21 FE, die von monatlichen auf vierteljährliche Sicherheitsupdates zurückgestuft wurden.
Eine neue Spyware-Plattform namens ZeroDayRAT wird offen über Telegram verkauft und senkt die Hürde für Angreifer erheblich. Die Software ermöglicht komplette Fernsteuerung infizierter Smartphones, Echtzeit-Ortung, Zugriff auf Mikrofon und Kamera sowie das Stehlen von Nachrichten und Kontakten. Angreifer benötigen kaum technisches Know-how, da ein einfaches Web-Panel die volle Kontrolle bietet.
Schutz vor Malware und Phishing
Die Zahl erkannter Android-Bedrohungen hat sich 2025 fast verdoppelt, vom zweiten zum dritten Quartal stieg sie um über 38 Prozent. Banking-Trojaner verzeichneten explosive Wachstumsraten. Der berüchtigte Trojaner Mamont griff in Russland 36-mal mehr Nutzer an als im Vorjahr, weltweit vervierfachten sich die Zahlen für diese Kategorie.
Neue Malware wie deVixor kombiniert Datendiebstahl mit Erpressungsfunktionen. ClayRat verbreitet sich über Messaging-Apps und gefälschte Websites, versendet sich per SMS an Kontakte des Opfers und stiehlt Chat-Protokolle sowie Anrufverläufe. Installationsdateien tragen verlockende Namen wie „party_fotos.jpg.apk" oder „sonderangebote_katalog.apk", um Nutzer zu täuschen.
Die wachsende Beliebtheit mobilen Bezahlens verschärft die Bedrohung. Im dritten Quartal 2025 wurden allein in Russland über 44.000 Angriffe auf mobile Zahlungssysteme erkannt, ein Anstieg um 50 Prozent gegenüber dem vorherigen Quartal. NFC-Exploits nutzen dabei direkte und umgekehrte Relay-Techniken. Betrüger überzeugen Opfer, Apps herunterzuladen, die angeblich der Bankauthentifizierung dienen.
Selbst Bluetooth-Verbindungen stellen Einfallstore dar. Die Schwachstelle WhisperPair zeigte, dass bereits die Verbindung zu Kopfhörern als Angriffspunkt dienen kann. Künstliche Intelligenz verstärkt die Gefahr zusätzlich, da Angreifer KI nutzen, um täuschend echte Betrugsszenarien und Nachrichten zu erstellen.
Google Play Protect allein reicht nicht aus
Google Play Protect bietet zwar einen Basisschutz und scannt Apps aus dem Google Play Store vor dem Download sowie regelmäßig alle installierten Anwendungen auf schädliches Verhalten. Der Dienst unterstützt weiterhin Geräte ab Android 7 und stellt aktuelle Signaturen sowie Echtzeit-Scans bereit. Dennoch schützt Play Protect nicht gegen Angriffe, die speziell veraltete Systemversionen ausnutzen.
Kritische Lücken im System selbst werden für Android 12 und älter nicht mehr geschlossen, neue Exploits bleiben dauerhaft offen. Play Protect blockiert zwar bekannte Bedrohungen, analysiert jedoch nicht kontinuierlich das App-Verhalten auf verdächtige Muster wie unbefugte Datenzugriffe oder Hintergrundverbindungen. Google verhinderte 2025 zwar, dass 1,75 Millionen schädliche Apps in den Store gelangten, dennoch erfolgt die Hauptverbreitung von Malware über Messaging-Apps und private Nachrichten in Form bösartiger APK-Dateien.
Für Nutzer älterer Geräte ohne Update-Möglichkeit empfehlen Experten zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen, da regelmäßige Software-Updates allein nicht ausreichen, um alle Einfallstore zu schließen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik betont, dass Basis-Maßnahmen bereits die meisten Angriffe blockieren, jedoch eine mehrschichtige Verteidigung notwendig ist.
Wie wir die Mobile-Security-Apps getestet haben
Die Bewertung von Mobile-Security-Apps erfordert präzise Testverfahren, die sowohl die Schutzleistung als auch die praktische Nutzbarkeit berücksichtigen. Unabhängige Institute setzen dabei auf standardisierte Methoden, um objektive Vergleichswerte zu schaffen.
Testkriterien: Schutzwirkung und Geschwindigkeit
AV-TEST untersuchte 15 Virenscanner-Apps anhand dreier Hauptkriterien, wobei jeweils sechs Punkte erreicht werden konnten. Die Schutzwirkung bildet das wichtigste Bewertungskriterium. Apps mussten in zwei Testdurchläufen schädliche Anwendungen erkennen und von harmlosen unterscheiden. Bei Stiftung Warentest fließt die Schutzwirkung mit 70 Prozent in die Endnote ein.
Die Geschwindigkeitsmessung erfasst Systemressourcen und CPU-Belastungen während des Betriebs. Darüber hinaus registrieren Tester den durch den Systembeschützer verursachten Datenverkehr, der ebenfalls Energie kostet. In der Kategorie Leistung kommen alle Kandidaten makellos durch die Tests und erhalten die vollen sechs Punkte. Der durch die Schutz-Apps erzeugte Datenverkehr, ihre Akkubelastung und ihre Bremswirkung bei normaler Nutzung der Geräte sind bei allen gleichermaßen unauffällig.
Die Benutzbarkeit zeigt, ob ein Systembeschützer Freund- und Feind-Apps unterscheiden kann. Tester ermitteln die Fehlalarme, die Schutzlösungen bei 3.250 harmlosen Apps aus verschiedenen Quellen produzieren. Google Play und andere App Stores dienen dabei als Quelle für legitime Anwendungen.
Unabhängige Testlabore: AV-TEST und Stiftung Warentest
AV-TEST führt als unabhängiges Forschungsinstitut für IT-Sicherheit seit mehr als 20 Jahren Zertifizierungen durch. Die Experten aus Magdeburg prüfen regelmäßig Schutz-Software für private Anwender und Unternehmen in den Bereichen Windows, MacOS, Android und iOS. Über 200 Server und Speichersysteme mit über 2.500 Terabyte Kapazität verarbeiten eine der umfangreichsten Malware-Datenbanken der Welt.
Stiftung Warentest setzte 1.000 Schadprogramme auf die Antiviren-Apps an und prüfte, ob sie das Installieren und Ausführen der Malware verhindern. Dabei erfolgte die Prüfung auch offline, wenn das Handy keine Verbindung zum jeweiligen Anbieter des Sicherheits-Programms aufbauen konnte. Zusätzlich riefen die Tester 200 Websites auf, die Login-Daten durch Phishing stehlen wollen.
Die Langzeittests von AV-TEST erstrecken sich über sechs Monate. Experten prüften 11 Android-Security-Apps mit fast 18.000 gefährlichen Apps. Insgesamt muss jede Security-App über 18.000 Malware-Exemplare erkennen und abwehren. Im ersten Schritt, dem Realtime-Test, filtern die Experten über 9.000 ganz neue Malware-Apps aus dem Internet und den Stores. Im zweiten Check nutzen die Prüfer ein Referenz-Set mit besonders gefährlichen Angriffs-Apps, die seit etwa vier Wochen im Umlauf sind.
Alle Tests werden auf echter Hardware ohne Emulator unter Android 12 durchgeführt. Die Testkandidaten können jederzeit auf neueste Updates sowie Cloud-Dienste zugreifen.
Praxistest: Akkubelastung und Benutzbarkeit
Das Datensendeverhalten wurde ausgelesen, um zu analysieren, ob die Apps Daten erfassen und übertragen, die für ihre Funktion eigentlich überflüssig sind. Bei Stiftung Warentest fließt das Datensendeverhalten mit 5 Prozent in die Endnote ein. Die Tester lasen die bei der App-Nutzung gesendeten Daten mit und entschlüsselten diese wenn nötig. Daten, die nicht für den Betrieb notwendig sind, bewerteten sie als kritisch.
Die Datenschutzerklärungen der Anbieter unterzogen die Prüfer einer juristischen Prüfung, die beurteilt, ob die Firmen die Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung einhalten. Die Handhabung macht 20 Prozent der Gesamtbewertung aus, die Akkubelastung 5 Prozent.
AV-Comparatives testete über 3.500 aktuelle bösartige Anwendungen für das Android-Betriebssystem. Um sicherzustellen, dass die getesteten Produkte keinen Schutz auf Kosten hoher Fehlalarmraten erreichen, erfolgte ein False-Positives-Test mit 500 beliebten legitimen Apps. Die Akkubelastung wurde gemessen, indem die Auswirkung jedes Produkts auf die Batterielaufzeit während der alltäglichen Telefonnutzung erfasst wurde. Dabei simulierten Tester Anrufe, Surfen im Internet, Videoansicht und E-Mail-Versand.
Die überraschende Gratis-Lösung: Sophos Intercept X for Mobile gewinnt
Testsieger bei Stiftung Warentest
Sophos Intercept X for Mobile setzte sich gegen alle Konkurrenten durch und erhielt als einzige App die Gesamtnote "sehr gut" von Stiftung Warentest. Die Testredaktion ließ 1.000 Schadprogramme und 1.000 harmlose Anwendungen durch die Analyse laufen. Beim Phishing-Test prüfte das Team die Warnungsleistung bei 200 bekannten Problem-Webseiten. Die Schutzwirkung, die mit 70 Prozent in die Endnote einfließt, erreichte Bestnoten. Darüber hinaus bewerteten die Tester die Handhabung mit 20 Prozent, die Akkubelastung mit 5 Prozent und das Datensendeverhalten ebenfalls mit 5 Prozent.
Beim Datensendeverhalten erhielt Sophos Intercept X for Mobile die Note 1,3 (sehr gut). Die getestete Version 9.7 zeigte keine merklich höhere Systembelastung. Im Gegensatz zu vielen kostenpflichtigen Alternativen lieferte die Gratis-Lösung besseren Schutz bei gleichzeitig unauffälligem Verhalten im täglichen Betrieb. Einzig in der Datenschutzerklärung sahen die Tester Nachholbedarf, ein Befund, der allerdings bei fast allen geprüften Apps auftrat.
Kostenlos und ohne Werbung
Sophos Intercept X for Mobile steht vollständig kostenlos zur Verfügung. Der Hersteller verzichtet auf Werbeeinblendungen und bietet den kompletten Funktionsumfang ohne Premium-Upgrade an. Diese Preisstrategie unterscheidet Sophos grundlegend von Konkurrenten, die entweder Basis-Versionen mit eingeschränkten Funktionen oder werbegestützte Modelle anbieten.
Die kostenlose Verfügbarkeit umfasst sämtliche Sicherheitsfunktionen ohne zeitliche Beschränkung oder versteckte Kosten. Nutzer erhalten Zugang zu allen Schutzfunktionen, die sonst kostenpflichtige Lösungen auszeichnen. Tatsächlich zeigt der Test, dass Bezahl-Apps nicht besser schützen, sondern der kostenlose Testsieger die beste Gesamtleistung bringt.
Funktionen: Virenschutz, Diebstahlschutz und mehr
Der Funktionsumfang von Sophos Intercept X for Mobile übertrifft viele kostenpflichtige Alternativen erheblich. Die App bietet folgendes Leistungsspektrum:
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Malware-Scanner: Automatischer Start bei jedem App-Download, Prüfung aller installierten Anwendungen auf Schadcode
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Web-Filter und Link-Checker: Zugriffsbeschränkung auf bekannte Schad-Websites, Schutz vor gefährlichen URLs
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SMS-Phishing-Erkennung: Identifizierung schädlicher URLs in Textnachrichten
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App-Sperre: Kennwortschutz für ausgewählte Anwendungen
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WLAN-Sicherheit: Echtzeit-Überprüfung von Netzwerkverbindungen auf verdächtige Aktivitäten, Warnung vor Man-in-the-Middle-Angriffen
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Privacy Advisor: Sicherheitsempfehlungen für Geräteeinstellungen
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QR-Code-Scanner: Sichere Prüfung von QR-Codes vor dem Öffnen
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Passwort-Datenbank: KeePass-kompatible Verwaltung
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Authenticator: Zwei-Faktor-Authentifizierung
Die App überwacht Geräte kontinuierlich auf potenzielle Bedrohungen. Bei Compliance-Prüfungen erkennt sie Jailbreaking, Rooting, den Verschlüsselungsstatus und informiert über notwendige Betriebssystem-Updates. Insbesondere der Integritätsstatus des Geräts wird überwacht, um Sicherheitseinstellungen anzupassen. Die Deep-Learning-Technologie ermöglicht die Erkennung schädlicher sowie potenziell unerwünschter Anwendungen und schützt vor Malware, Ransomware und Fleeceware.
Verfügbarkeit für Android und iOS
Sophos Intercept X for Mobile steht sowohl für Android als auch für iOS bereit. Die Android-Version erfordert mindestens Android 7.0. Zusätzlich unterstützt die Lösung Chrome-OS-Geräte. Die Verwaltung erfolgt zentral über Sophos Central, wo auch andere Cybersecurity-Lösungen des Anbieters verwaltet werden können.
Auf Android-Geräten nutzt die App die Intercept X Deep Learning Engine. Für iOS-Nutzer bietet die Anwendung ebenfalls umfassende Man-in-the-Middle-Bedrohungserkennung. Die preisgekrönte Mobile Threat Defense schützt Benutzer, Geräte und Unternehmensdaten vor bekannten und unbekannten Bedrohungen. Die Bereitstellung erfolgt wahlweise über den App Store oder Google Play Store.
Beste kostenpflichtige Alternativen im Vergleich
Kostenpflichtige Mobile-Security-Apps setzen auf unterschiedliche Stärken, wobei Laborergebnisse und Funktionsumfang die entscheidenden Unterscheidungsmerkmale bilden. Während Sophos als Gratis-Lösung den Gesamtsieg holte, zeigen bezahlte Alternativen in bestimmten Bereichen ebenfalls herausragende Leistungen.
Bitdefender Mobile Security: Perfekte Laborwerte
Bitdefender Mobile Security erreichte in den AV-TEST-Bewertungen vom November 2025 die maximale Punktzahl von 18 aus 18 möglichen Punkten. Das Schutzprogramm erzielte jeweils 6,0 von 6,0 Punkten in den Kategorien Schutzwirkung, Leistung und Benutzbarkeit. Bei der Erkennung tagesaktueller Malware testeten die Experten die App mit 2.902 Samples, ohne dass ein einziger Schädling durchkam. Die Prüfung verbreiteter Android-Malware der letzten vier Wochen erfolgte mit 2.983 Mustern, ebenfalls mit perfekter Erkennungsrate.
Die Benutzbarkeit erreichte Bestwerte, da Bitdefender bei 2.150 legitimen Apps aus dem Google Play Store keine Fehlalarme produzierte. Auch bei 1.100 harmlosen Anwendungen aus alternativen App Stores blieb die Fehlerquote bei null. Die App belastet weder den Akku noch verlangsamt sie das Gerät während normaler Nutzung. Der erzeugte Datenverkehr bleibt unauffällig.
Funktional bietet Bitdefender eine umfassende Ausstattung mit VPN-Service, der bis zu 200 MB verschlüsselten Datenverkehr pro Tag bereitstellt. Die Deep-Learning-Technologie erkennt bösartiges Verhalten proaktiv, noch bevor Schadsoftware vollständig identifiziert wurde. Darüber hinaus schützt die Anti-Phishing-Komponente vor betrügerischen Webseiten. Der Diebstahlschutz ermöglicht das Orten, Sperren und Senden von Nachrichten an verlorene Geräte. Die Call-Blocking-Funktion filtert bekannte Spam-Nummern und erkennt verdächtige Muster in Echtzeit.
Norton Mobile Security: Umfassende Features
Norton Mobile Security positioniert sich als Komplettlösung mit breitem Funktionsspektrum. Der App-Berater überwacht alle installierten Anwendungen mit moderner Scan-Technologie auf Unregelmäßigkeiten. Der Webschutz begleitet Nutzer dauerhaft beim Besuch beliebiger Websites. Die WLAN-Sicherheit schützt vor unsicheren Netzwerken und erkennt Verbindungen, die von Betrügern abgehört werden könnten.
Die Gerätesicherheit informiert über veraltete Betriebssysteme und Apps. Ein Malware-Blocker schützt vor infizierten Anwendungen aus verschiedenen App-Stores. Der Datenschutzbericht zeigt, welche Apps persönliche Informationen wohin senden. Ein integriertes Virtual Private Network stellt geschützte Netzwerkverbindungen her. Der Passwort-Manager verwaltet verschiedene Kennwörter für zahlreiche Online-Zugänge. Die Kindersicherung schützt Geräte von Kindern vor sensiblen Inhalten.
Norton schützt sowohl Android- als auch iOS-Geräte. Lizenzen können für mehrere Geräte gleichzeitig gebucht werden, wobei die Lizenzschlüssel mit allen Gerätetypen und Betriebssystemen kompatibel sind.
Avast und AVG: Solide Gratis-Optionen mit Premium-Upgrade
Avast Free Antivirus und AVG Antivirus Free bieten kostenlose Basisversionen mit Malware-Schutz und Ransomware-Abwehr. Beide Apps gehören zum selben Unternehmen, wobei die Android-Versionen funktional identisch sind. Lediglich die Benutzeroberfläche weist geringfügige Unterschiede auf.
Die Gratis-Varianten schützen vor Viren und Malware zuverlässig, enthalten jedoch Werbeeinblendungen. Für erweiterte Funktionen bieten beide Hersteller Premium Security und Ultimate-Versionen an. Premium Security ergänzt den Basisschutz um Funktionen gegen SMS- und Anruf-Betrug, erweiterte Firewall, Webcam-Schutz und Sandbox zum sicheren Testen verdächtiger Apps. Avast Ultimate und AVG Ultimate bündeln zusätzlich VPN, Cleanup-Tools und AntiTrack für Datenschutz[44].
Im AV-TEST-Dauertest erreichten beide Apps 17,7 von 18 Punkten, da sie einige harmlose Apps fälschlicherweise blockierten. Die Schutzwirkung bleibt dennoch hoch, wobei Avast im Real-Time-Test mit aktueller Malware echte 100 Prozent Erkennungsrate erzielte.
McAfee und Kaspersky im Test
McAfee Mobile Security kombiniert Antivirus-Schutz mit Diebstahlsicherung, App-Sperre und Web-Sicherheit gegen Phishing-Angriffe. Die Remote-Funktionen ermöglichen das Orten, Sperren und Löschen von Daten bei Diebstahl. Kaspersky Premium erreichte ebenfalls Bestwerte im Dauertest mit perfekter Freund-Feind-Erkennung und 6 von 6 Punkten in der Benutzbarkeit. Die App erkannte im Real-Time-Test einen Schädling nicht, erreichte dennoch gerundete 100 Prozent Erkennungsrate. Kaspersky-Apps sind nicht im Google Play Store verfügbar, sondern müssen aus alternativen Quellen wie Samsung Galaxy Store, Huawei AppGallery oder direkt von der Kaspersky-Website bezogen werden.
Android Virenscanner Test: Erkennungsraten und Leistung
Unabhängige Testlabore ermittelten 2024 die Leistungsfähigkeit von Android-Virenscannern anhand realer Bedrohungsszenarien. Die Erkennungsraten bei Malware erreichten zwischen 99 und 100 Prozent beim Download sowie der Ausführung. AV-TEST konfrontierte 15 Security-Apps mit zwei unterschiedlichen Testverfahren, wobei 11 Apps am Ende mit Bestwerten abschnitten.
Malware-Schutz: 99-100% Erkennungsrate
Im Real-Time-Test prüften Experten alle Apps gleichzeitig auf identischen Smartphones mit 2.902 Exemplaren tagesaktueller Malware. Die Apps von Avast, AVG, Bitdefender, Kaspersky, Norton und securiON punkteten mit einer 100-prozentigen Erkennung in beiden Testabschnitten. Fünf Hersteller erzielten echte 100 Prozent Malware-Erkennung im Real-Time-Test: Avast, AVG, Avira, Bitdefender und Norton.
Im Referenz-Test mit bis zu vier Wochen alter Malware mussten die Apps 2.983 Schädlinge identifizieren. Die meisten Produkte erkannten 99,9 oder 100 Prozent dieser Bedrohungen, sieben erreichten volle 100 Prozent. McAfee, Avira, F-Secure und G DATA hatten mit einer Erkennungsrate von 99,9 bis 99,7 Prozent kleine Probleme im Real-Time-Test, erreichten jedoch im Referenz-Test 100 Prozent. ESET erzielte 100 Prozent im Real-Time-Test und 99,9 Prozent mit dem Referenz-Set. Sophos erreichte mit jeweils 99,9 Prozent in beiden Testabschnitten fast perfekte Werte.
Außer Naver Antivirus erkannten alle Apps mindestens 99,6 Prozent der Schädlinge in beiden Testabschnitten. Google Play Protect schaffte im Testabschnitt mit vier Wochen alter Malware lediglich 99,7 Prozent. Alle Apps mit durchgehender Erkennung erhielten die vollen 6 Punkte für den Testbereich Schutzwirkung.
Phishing-Schutz: Unterschiede zwischen Apps
Die Erkennungsraten bei Phishing-Versuchen fielen deutlich niedriger aus als bei Malware. Die meisten Apps schafften im Test 75 bis 86 Prozent. Diese Unterschiede zeigen, dass Phishing-Schutz eine größere Herausforderung darstellt als die reine Malware-Erkennung. Laut SANS stellt Malware nur bei weniger als 10 Prozent der Phishing-Angriffe einen Faktor dar, dieser Prozentsatz sinkt weiter.
Ressourcenverbrauch und Systembelastung
Eine Security-App läuft dauerhaft im Hintergrund, unabhängig davon, welche Aktivitäten gerade am Android-Gerät ausgeführt werden. Diese Überwachung verbraucht Systemressourcen für Datentransfer und Prozessorleistung für die Hintergrunduntersuchung, letztendlich kosten alle Aktionen Energie.
Die Testergebnisse fielen überragend aus: Alle Apps verbrauchen kaum Systemressourcen während ihres Security-Service. Der durch die Schutz-Apps erzeugte Datenverkehr, ihre Akkubelastung und ihre Bremswirkung bei normaler Nutzung der Geräte sind gleichermaßen unauffällig. In der Kategorie Leistung kamen alle Kandidaten makellos durch die Tests und erhielten die vollen sechs Punkte. Die Akkulaufzeit verkürzte sich nur um Minuten. Dafür erhielten alle Schutz-Apps die maximalen 6 Punkte in diesem Testabschnitt.
False-Positive-Rate im Vergleich
Das Labor prüfte im Testschritt Benutzbarkeit, wie gut die Apps harmlose von gefährlichen Anwendungen unterscheiden können. Experten luden über 2.000 harmlose Apps aus dem Google Play Store und weitere 1.000 Apps aus anderen App-Stores im Web. Das Ergebnis fiel für die meisten Apps sehr gut aus. Diese 12 Apps erhielten die vollen 6 Punkte: Avast, AVG, Bitdefender, ESET, F-Secure, G DATA, Google, Kaspersky, McAfee, Norton, securiON und Sophos.
Im gesamten Testverlauf löste nur Naver Antivirus einen Fehlalarm bei einer App aus einem alternativen App Store aus. AV-Comparatives führte einen False-Positives-Test mit 500 beliebten legitimen Apps durch.
Wichtige Funktionen moderner Mobile-Security-Apps
Echtzeitschutz und On-Demand-Scan
Der Echtzeit-Dateischutz überprüft alle Dateien in Downloadordnern beim Öffnen, Erstellen oder Ausführen auf Schadcode. Die Überwachung startet standardmäßig beim Systemstart und scannt das Dateisystem fortlaufend. Sicherheitsexperten empfehlen, den Echtzeit-Schutz nicht zu deaktivieren, da er die primäre Verteidigungslinie gegen Bedrohungen darstellt.
Zusätzlich zum permanenten Schutz steht ein On-Demand-Scan zur Verfügung, der jederzeit manuell gestartet werden kann. Zwei Prüfstufen ermöglichen unterschiedlich intensive Analysen. Der Smart-Scan prüft installierte Anwendungen, DEX-Dateien, SO-Dateien sowie Archivdateien mit einer maximalen Scan-Tiefe von 3 verschachtelten Archiven und den Inhalt der SD-Karte. Der Tiefen-Scan untersucht alle Dateien im internen Speicher und auf der SD-Karte unabhängig von ihrer Dateierweiterung. Geplante Prüfungen können zu vordefinierten Zeitpunkten automatisch starten, beispielsweise während des Ladevorgangs im Ruhezustand.
VPN und sicheres Surfen
Virtual Private Networks verschlüsseln den gesamten Datenverkehr zwischen Smartphone und Server. Die Verbindung erzeugt einen sicheren Tunnel für Online-Daten und schützt diese vor Hackern, Eindringlingen sowie dem Internet Service Provider. Norton VPN aktiviert sich automatisch, wenn es ein ungesichertes oder verdächtiges Netzwerk erkennt. Ein Notausschalter kappt automatisch die Internetverbindung des Geräts, sollte die VPN-Verbindung abbrechen.
Die Verschleierung der IP-Adresse über einen Remote-Server ermöglicht das Verbergen des Online-Standorts und der Aktivitäten. Split-Tunneling erlaubt die Auswahl, welcher Datenverkehr verschlüsselt werden soll, während andere Apps weiterhin auf lokale Dienste zugreifen. Über 100 Hochgeschwindigkeitsserver mit weltweiten Standorten stehen zur Verfügung. Allerdings bergen kostenlose VPN-Apps Risiken, da Sicherheitsexperten 15 Apps im Play Store entdeckten, die bösartige Software enthalten und Geräte zu Proxys für Cyberkriminelle machen.
App-Sperre und Diebstahlschutz
Die App-Sperre schützt sensible Anwendungen durch Passwort, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Der Zugriff auf gesperrte Apps bleibt so lange blockiert, bis die App-Sperre über die Einstellungen aufgehoben wird. Diese Funktion eignet sich zur Kindersicherung, indem der Zugriff auf ausgewählte Apps verhindert wird.
Diebstahlschutz nutzt KI, Bewegungssensoren, WLAN und Bluetooth, um zu erkennen, wenn jemand das Gerät unerwartet an sich nimmt. Die Diebstahl-Displaysperre sperrt automatisch das Display, sobald die Funktion erkennt, dass das Gerät weggenommen wurde. Die Offline-Gerätesperre aktiviert sich automatisch, wenn jemand das Smartphone stiehlt und die Internetverbindung trennt. Bei fehlgeschlagenen Authentifizierungsversuchen sperrt sich das Gerät automatisch. Die Sperren per Fernzugriff ermöglichen das schnelle Sperren des Displays durch Eingabe einer bestätigten Telefonnummer, wobei das Display innerhalb von 24 Stunden zweimal gesperrt werden kann.
Web-Schutz gegen gefährliche Websites
Der Webschutz überprüft jede Webseite, um potenziell gefährliche Seiten zu identifizieren. Für diese Funktion muss der Dienst in den Android-Bedienungshilfen aktiviert werden. Norton Private Browser hilft beim Surfen, Einkaufen sowie bei Bankgeschäften, komplexe Phishing-Betrugsversuche abzuwehren. Die Anti-Phishing-Internetsicherheit blockiert betrügerische Websites. WLAN-Sicherheit warnt vor Netzwerken, die von Cyberkriminellen angegriffen werden und persönliche Daten von besuchten Websites abgreifen könnten.
Die Testergebnisse von 2026 zeigen eindeutig: Kostenlose Mobile-Security-Apps können mit Premium-Lösungen mithalten oder diese sogar übertreffen. Sophos Intercept X for Mobile demonstriert als Testsieger, dass wirksamer Schutz nicht teuer sein muss. Angesichts dieser Punkte sollten Android-Nutzer unbedingt handeln, da über eine Milliarde Geräte ohne Sicherheitsupdates gefährdet bleiben. Die Erkennungsraten zwischen 99 und 100 Prozent bei führenden Apps bieten zuverlässigen Schutz gegen aktuelle Bedrohungen. Daher empfiehlt sich eine mehrschichtige Verteidigungsstrategie, die über Google Play Protect hinausgeht. Gleichermaßen wichtig bleiben regelmäßige Updates, vorsichtiges Download-Verhalten und die Nutzung zusätzlicher Funktionen wie VPN und Phishing-Schutz für umfassende Sicherheit.


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