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IoT-Security 2026 – Software gegen Smart-Home-Hacker

Das hier sind unsere Gedanken, Geschichten, Ideen oder Produkte
IoT-Security 2026
Lesezeit ca. 9min.

Die verborgenen Risiken der IoT-Security: Experten-Prognose 2026

IoT-Security 2026 steht vor beispiellosen Herausforderungen, da über 50% aller Cybersicherheitsvorfälle Angriffe auf operative Technologie umfassen. Besonders die Fertigungsindustrie bleibt das Hauptziel von IoT-Sicherheitsbedrohungen und verzeichnete 2024 bereits 26% aller Cyberangriffsvorfälle. Tatsächlich sind IoT-Geräte an mehr als der Hälfte aller Vorfälle mit Cyberbedrohungen beteiligt.

Die Lage wird sich voraussichtlich weiter verschärfen. Laut aktuellen Erhebungen identifizierten 87% der Befragten KI-Schwachstellen als zunehmendes Cyberkriminalitätsrisiko, während 26% erwarten, dass autonome Systeme und Robotik die Cybersicherheit im Jahr 2026 erheblich beeinflussen werden. Darüber hinaus machen OT-, IoT- und andere spezialisierte Systeme 42% der Unternehmensanlagen aus, verursachen aber 64% der mittleren bis hohen Unternehmensrisiken. Allerdings könnte das Jahr 2026 endlich den notwendigen Druck und die Anreize für systematische Veränderungen liefern, insbesondere durch Regelungen wie den EU Cyber Resilience Act, der Hersteller für Sicherheitsmängel haftbar machen wird.

Die wachsende Angriffsfläche durch IoT-Geräte

Die rasante Verbreitung vernetzter Geräte stellt Unternehmen und Privatnutzer vor immense Sicherheitsherausforderungen. Im Jahr 2023 existierten bereits geschätzt 15 Milliarden IoT-Geräte, wobei diese Zahl bis Ende 2025 auf etwa 30 Milliarden ansteigen könnte. Dementsprechend wird das IoT-Datenvolumen dann auf beeindruckende 79,4 Zettabyte anwachsen.

Zunahme vernetzter Geräte in Industrie und Alltag

Zwei Drittel der Verbraucher halten vernetzte Geräte mittlerweile für unverzichtbar, während mehr als ein Drittel plant, im nächsten Jahr weitere anzuschaffen. Besonders Produkte für Gesundheit und Haussicherheit erfahren dabei die stärkste Nachfrage. Allerdings steigt damit auch die Besorgnis: Nur 36 Prozent der Nutzer sind mit dem Datenschutz bei vernetzten Produkten zufrieden, und 56 Prozent sehen Gefahren darin, dass Unternehmen über diese Geräte auf ihre Gesundheitsdaten zugreifen können.

In Unternehmensumgebungen zeigt sich eine noch komplexere Situation. Die meisten Organisationen betreiben inzwischen eine Mischung aus vernetzten IT-, OT-, IoT- und manchmal auch IoMT-Geräten in ihren Netzwerken. Diese Vernetzung schafft eine expandierende Angriffsfläche für Cyberkriminelle, die schon früh erkannt haben: Ein exponentiell wachsendes IoT verspricht auch exponentiell wachsende Angriffsmöglichkeiten.

Warum viele IoT-Geräte 'insecure by design' sind

Erschreckend ist, dass 98 Prozent des IoT-Geräteverkehrs unverschlüsselt stattfindet. Dadurch sind vertrauliche und personenbezogene Daten im Netzwerk für Cyberangriffe anfällig. Zahlreiche IoT-Produkte verfügen über Wartungszugänge, die schlecht oder gar nicht gesichert sind. Hinzu kommt, dass viele Hersteller Sicherheitsaspekten nach wie vor zu wenig Bedeutung beimessen.

Obwohl viele der getesteten IoT-Produkte über anerkannte Sicherheitszertifikate verfügen, entdeckten Forscher insgesamt 56 Schwachstellen, darunter unsichere technische Protokolle, mangelhafte Authentifizierungsprozesse und unsichere Firmware-Updates. Zahlreiche Geräte nutzen außerdem unsichere Kommunikationsprotokolle wie HTTP, Telnet oder unverschlüsseltes MQTT.

IoT-Sicherheitsstatistiken 2022 im Rückblick

Laut einem Report von Forrester Research waren IoT-Maschinen in Unternehmensnetzwerken das am häufigsten gemeldete Ziel von Angriffen. Dem Cyber Threat Report der Firma SonicWall zufolge stiegen IoT-Angriffe im Jahr 2024 um besorgniserregende 124 Prozent. Im ersten Halbjahr 2023 wurde sogar eine Steigerung um 400 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum festgestellt.

Besonders betroffen ist die Fertigungsindustrie, wo durchschnittlich 6.000 Attacken pro Woche registriert wurden. Mehr als die Hälfte der Unternehmen sind jede Woche mit Angriffsversuchen auf IoT-Geräte konfrontiert. Dennoch spielt bei mehr als einem Viertel der Unternehmen Cybersicherheit keine besondere Rolle.

Der globale IoT-Sicherheitsmarkt wurde 2019 auf 2.221,0 Millionen USD bewertet und wird voraussichtlich bis 2027 auf 20.776,1 Millionen USD anwachsen. Dies unterstreicht die wachsende wirtschaftliche Bedeutung dieses Sektors. Allerdings scheint das Bewusstsein für die Risiken nicht mit der Verbreitung der Technologie Schritt zu halten – eine gefährliche Diskrepanz, die Unternehmen und Privatnutzer gleichermaßen betrifft.

Häufige Schwachstellen in IoT-Systemen

Trotz der zunehmenden Verbreitung von IoT-Geräten bleiben fundamentale Sicherheitsmängel bestehen, die Cyberkriminelle gezielt ausnutzen. Diese Schwachstellen entstehen oft durch den Konflikt zwischen schneller Markteinführung und gründlicher Sicherheitsimplementierung.

Standardpasswörter und fehlende Authentifizierung

Ein grundlegendes Problem vieler IoT-Geräte ist die Auslieferung mit werkseitigen Standardpasswörtern, die bei der Installation nicht zurückgesetzt werden. Hersteller verwenden häufig identische Zugangsdaten wie "admin" oder sogar "12345" für alle Geräte eines Modells. Diese Standard-Anmeldedaten sind oft in Gerätehandbüchern und auf Herstellerwebsites leicht auffindbar. Das Mirai-Botnet nutzte 2016 genau diese Schwachstelle und verursachte durch brute-force Angriffe mit nur 60 Standardpasswörtern massive Internet-Ausfälle.

Unverschlüsselte Datenübertragung

Alarmierend ist, dass viele IoT-Geräte sensible Informationen unverschlüsselt übertragen. Studien belegen, dass ein Großteil des Datenverkehrs ohne Verschlüsselung erfolgt, wodurch persönliche Daten, Sensorwerte und Steuerungssignale gefährdet sind. Für einen wirksamen Schutz benötigen Unternehmen End-to-End-Verschlüsselung und sichere Protokolle wie TLS 1.3.

Veraltete Firmware und fehlende Updates

In Deutschland beträgt das durchschnittliche Alter der Firmware bei IoT-Geräten besorgniserregende 689 Tage, wobei viele Geräte seit 351 Tagen keine Aktualisierungen erhalten haben. In der EU ist die Situation noch kritischer mit durchschnittlich 930 Tagen alten Firmware-Versionen. Veraltete Software macht diese Geräte zu leichten Zielen für bekannte Exploits und Sicherheitslücken.

Physischer Zugriff auf Geräte

Die physische Manipulation stellt ein weiteres erhebliches Risiko dar. Angreifer können durch direkten Zugang zu IoT-Geräten Daten stehlen, Malware installieren oder über interne Schaltkreise ins Unternehmensnetzwerk eindringen. Besonders gefährdet sind Geräte in öffentlichen oder industriellen Umgebungen.

Unsichtbarkeit im Netzwerk

Zahlreiche IoT-Komponenten bleiben im Netzwerk unerkannt. Laut einer Umfrage von Starfleet Research haben 46 Prozent der Sicherheitsverantwortlichen Schwierigkeiten bei der Erfassung vorhandener IoT-Geräte. Unbefugte oder nicht verwaltete "Schatten-IoT-Geräte" umgehen Sicherheitsrichtlinien und vergrößern die Angriffsfläche erheblich. Das Problem verschärft sich durch die dezentrale Natur von IoT-Implementierungen, die eine effektive Sicherheitsüberwachung erschwert.

Aktuelle Bedrohungen und Angriffsarten

Cyberkriminelle haben eine Vielzahl von Angriffsmethoden entwickelt, um die Schwachstellen von IoT-Geräten gezielt auszunutzen. Fünf besonders kritische Bedrohungsarten prägen dabei die aktuelle IoT-Sicherheitslandschaft.

DDoS-Angriffe durch Botnets

Bei DDoS-Angriffen überlasten zahlreiche kompromittierte Systeme ein Ziel mit massiven Datenanfragen. Im Juni 2025 verzeichnete Cloudflare eine Rekordattacke mit 37,4 Terabit Datenmüll binnen 45 Sekunden, die kurz darauf von einem Angriff mit 11,5 Terabit pro Sekunde übertroffen wurde. Besonders alarmierend: Etwa die Hälfte aller heutigen DDoS-Angriffe stammt von Botnetzen aus gekaperten IoT-Geräten. Diese sogenannten "Thingbots" bestehen aus Überwachungskameras, Routern und smarten Haushaltsgeräten, die aufgrund ihrer permanenten Internetverbindung und oft mangelhaften Sicherheit leichte Ziele darstellen.

Credential Stuffing und Identitätsdiebstahl

Beim Credential Stuffing verwenden Angreifer bereits geleakte Zugangsdaten, um sich unbefugten Zugriff auf Systeme zu verschaffen. Diese Angriffe werden durch Bots automatisiert und skaliert. Nach Erfolgszahlen kann ein Angreifer mit jeder Million Anmeldedaten erfolgreich 1.000 Konten hacken. Zwischen 2016 und 2020 hat sich die Anzahl der Vorfälle mit offengelegten Anmeldedaten nahezu verdoppelt. Besonders problematisch: Das Speichern von Passwörtern als Klartext ist die häufigste Ursache für die Offenlegung von Anmeldedaten.

Manipulation von Steuerungssystemen

Die Kompromittierung von Steuerungssystemen stellt ein besonders hohes Risiko dar. Angreifer können nach erfolgtem Zugriff auf IoT-Geräte ihren Einfluss im Unternehmensnetzwerk ausweiten und sogar kritische Produktionsanlagen manipulieren. Selbst kleinste Modifikationen in Datensätzen können schwerwiegende Folgen haben – etwa falsche Materialbestellungen durch gehackte Auftragssteuerung oder vollständige Systemausfälle durch manipulierte Daten.

Missbrauch öffentlicher Schnittstellen

IoT-Geräte verfügen oft über öffentlich zugängliche Schnittstellen, die von Cyberkriminellen ausgenutzt werden. Insbesondere Drucker und ähnliche Geräte stellen aufgrund ihrer hohen Netzwerkberechtigungen beliebte Einstiegspunkte dar. Da diese Geräte häufig für alle zugänglich sein müssen, werden sie selten durch Firewalls isoliert. Dies erleichtert Angreifern den Zugang zum Unternehmensnetzwerk und ermöglicht die Ausweitung ihrer Aktivitäten.

IoT als Einfallstor für Supply-Chain-Angriffe

Zunehmend nutzen Cyberkriminelle IoT-Geräte als Einstiegspunkte für Supply-Chain-Angriffe. Sie kompromittieren dabei Komponenten in der Softwarelieferkette, die von zahlreichen IoT-Geräten genutzt werden. Besonders gefährlich ist der "laterale Sprung" zu sensiblen Zielen wie Active Directory, Produktionsanlagen oder Cloud-Systemen. Ein einziger falsch konfigurierter oder veralteter Sensor im Netzwerk eines Lieferanten kann Angreifern den notwendigen Zugang verschaffen, um erheblichen Schaden anzurichten.

Strategien zur Risikominimierung bis 2026

Angesichts der wachsenden IoT-Bedrohungen müssen Unternehmen bis 2026 mehrschichtige Sicherheitsstrategien implementieren, um ihre kritischen Infrastrukturen zu schützen.

Asset Visibility und Netzwerksegmentierung

Die Grundlage jeder IoT-Sicherheitsstrategie bildet zunächst eine vollständige Bestandserfassung. Unternehmen sollten Inventarisierungssoftware einsetzen, um alle Netzwerkteilnehmer einschließlich vergessener Geräte zu identifizieren. Die Netzwerksegmentierung ist dabei nicht länger optional, sondern essentiell für wirksamen Schutz – 98% des IoT-Datenverkehrs wird unverschlüsselt abgewickelt. Durch die Aufteilung in separate Netzwerkbereiche werden potenzielle Gefahren schneller eingedämmt und Sicherheitsrichtlinien einfacher angewendet. Experten empfehlen die strikte Trennung zwischen dem regulären Unternehmensnetzwerk und IoT-Geräten.

Zero-Trust-Modelle und Zugriffskontrolle

Zero-Trust basiert auf dem Prinzip der minimalen Rechte und kontinuierlichen Überprüfung. Dieser Ansatz geht davon aus, dass kein Benutzer und kein Gerät per se vertrauenswürdig ist. Bis 2026 werden Zero-Trust-Architekturen (ZTA) unverzichtbar, da sie den Zugriff nur nach strenger Authentifizierung und Verifizierung gewähren. Besonders wichtig ist die Einrichtung eines starken Identitätsauthentifizierungsmechanismus, wobei Multi-Faktor-Authentifizierung essentiell wird.

Regelmäßige Firmware- und Software-Updates

Automatisierte Firmware-Updates sind die einzige effektive Möglichkeit für Hersteller, bekannte Fehler zu beheben. Der Update-Prozess muss sicherstellen, dass Updates nur vom Originalhersteller stammen und nicht manipuliert wurden. Dabei sollte ein sicheres Updateverfahren mit nahtloser und rascher Bereitstellung implementiert werden.

Austausch veralteter Geräte

Veraltete Anlagen stellen erhebliche Geschäftsrisiken dar, wenn sie von Herstellern nicht mehr unterstützt werden. Für nicht aufrüstbare Geräte empfiehlt sich die "Rip-and-Replace"-Strategie, während bei anderen die "Wrap-and-Extend"-Methode mit IoT-fähigen Konnektivitätslösungen von Drittanbietern sinnvoll sein kann.

Vorbereitung auf NIS2 und andere Regulierungen

Die NIS2-Richtlinie verpflichtet Unternehmen, geeignete technische, operative und organisatorische Maßnahmen zu ergreifen, um Sicherheitsrisiken zu minimieren. Betroffene Organisationen müssen ein Risikomanagement-Framework etablieren und ihre Sicherheitsmaßnahmen regelmäßig überprüfen.

Die Entwicklung der IoT-Sicherheitslandschaft bis 2026 stellt Unternehmen und Privatanwender vor beispiellose Herausforderungen. Angesichts der Tatsache, dass bereits jetzt über 50% aller Cybersicherheitsvorfälle Angriffe auf operative Technologie umfassen, wird deutlich, wie dringend umfassende Schutzmaßnahmen erforderlich sind. Besonders die Fertigungsindustrie bleibt ein bevorzugtes Ziel und muss entsprechend reagieren.

Die exponentiell wachsende Zahl vernetzter Geräte schafft zweifellos neue Angriffsflächen. Tatsächlich entsteht eine gefährliche Diskrepanz zwischen der rasanten Verbreitung und den oft unzureichenden Sicherheitsstandards dieser Geräte. Standardpasswörter, unverschlüsselte Datenübertragung und veraltete Firmware bilden dabei die häufigsten Einfallstore für Cyberkriminelle.

Darüber hinaus nutzen Angreifer zunehmend raffinierte Methoden wie Botnets, Credential Stuffing und Supply-Chain-Angriffe. Die Manipulation von Steuerungssystemen stellt hierbei eine besonders bedrohliche Entwicklung dar, da selbst kleinste Veränderungen schwerwiegende Folgen haben können.

Um diesen Bedrohungen wirksam zu begegnen, müssen Unternehmen bis 2026 mehrschichtige Sicherheitsstrategien implementieren. Eine vollständige Bestandserfassung und strikte Netzwerksegmentierung bilden die Grundlage jedes wirksamen Schutzkonzepts. Gleichzeitig gewinnt das Zero-Trust-Modell mit seinem Prinzip der kontinuierlichen Überprüfung erheblich an Bedeutung.

Unternehmen sollten außerdem sicherstellen, dass alle IoT-Geräte regelmäßig aktualisiert werden, während veraltete Systeme konsequent ersetzt oder nachgerüstet werden müssen. Ebenso wichtig ist die Vorbereitung auf kommende Regulierungen wie NIS2, die verbindliche Sicherheitsstandards vorschreiben werden.

Abschließend lässt sich festhalten: Die IoT-Sicherheit stellt zwar eine komplexe Herausforderung dar, kann jedoch mit den richtigen Strategien und einem proaktiven Ansatz bewältigt werden. Unternehmen, die jetzt handeln und ihre Sicherheitsmaßnahmen entsprechend anpassen, werden nicht nur besser geschützt sein, sondern auch von den enormen Chancen profitieren können, die das Internet der Dinge bietet.

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